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Netzanschluss

Allgemeine Anschlusspflicht gemäß § 18 Abs. 1 EnWG und § 4 Abs. 2 und Abs. 3 Satz 2 NAV

Betreiber von Energieversorgungsnetzen, die Energieversorgungsnetze der allgemeinen Versorgung von Letztverbrauchern betreiben, haben die Allgemeinen Bedingungen für den Netzanschluss von Letztverbrauchern in Niederspannung und für die Anschlussnutzung durch Letztverbraucher zu veröffentlichen.

Technische Mindestanforderungen für den Netzanschluss gemäß § 19 Abs. 1 EnWG

Betreiber von Elektrizitätsversorgungsnetzen sind verpflichtet unter Berücksichtigung der nach § 17 festgelegten Bedingungen für den Netzanschluss von Erzeugungsanlagen, Elektrizitätsverteilnetzen, Anlagen direkt angeschlossener Kunden, technische Mindestanforderungen und deren Betrieb festzulegen und zu veröffentlichen.

Verfahren zum Netzanschluss von Eigenerzeugungsanlagen mit einer Nennleistung von 100 MW und mehr an das 110 kV - Netz und höher: Ist bei der EVKR nicht möglich.

Niederspannungsnetz

Für die Erstellung eines Netzanschlusses in unserem Versorgungsgebiet bieten wir Ihnen folgende Planungs- und Realisierungsvorschläge an:

Entsprechend § 18 Energiewirtschaftsgesetz (EnWG) sind die Allgemeinen Bedingungen für den Netzanschluss von Letztverbrauchern in der Niederspannungsebene sowie gemäß § 19 EnWG Technische Mindestanforderungen (TMA) veröffentlicht. Für den Niederspannungsanschluss gelten folgende technische und vertragliche Anschlussbedingungen:

Mittelspannungsnetz

Das Mittelspannungsnetz verteilt den Strom an die Transformatorenstationen des Niederspannungsnetzes und an Einrichtungen wie zum Beispiel Behörden, Schulen oder Fabriken. Stadtwerke, die ebenfalls Kraftwerke oft auch mit Kraft-Wärme-Kopplung betreiben, speisen ihren Strom in dieses Netz.

Für den Anschluss an das Mittelspannungsnetz der EVKR gilt die VDN-Richtlinie "Transformatorenstation am Mittelspannungsnetz - Bau und Betrieb von Übergabestationen zur Versorgung von Kunden aus dem Mittelspannungsnetz" von Juni 2003 sowie die TAB Mittelspannung 2008 des BDEW.

TAB Mittelspannung 2008

TAB Mittelspannung 2008 Ergänzende Bedingungen

TAB Mittelspannung 2008 Checkliste für Abnahme

Technische Vorgaben für ebenerdige Gebäudestationen

Standardisierte Station Strom

Stromkundenanlagen

Wenn Sie Ihre Stromanlage in Betrieb nehmen wollen oder Sie eine Fertigstellungsanzeige für Ihre Stromanlage wünschen, wenden Sie sich bitte an Ihren Elektroinstallateur. Er reicht den Antrag auf Inbetriebsetzung der Stromkundenanlage ein und erhält die Genehmigung nach Prüfung und Zustimmung. Den Zeitpunkt der Inbetriebsetzung stimmt Ihr Installateur mit uns gemeinsam ab. Mit dem Antrag reichen Sie bitte für die nachstehend aufgeführten Geräte folgende Datenblätter ausgefüllt ein:

Eigenerzeugungsanlagen

Der Anschluss einer Eigenerzeugungsanlage an unser Verteilungsnetz erfolgt nach dem Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) oder dem Kraft-Wärme-Kopplungsgesetz (KWKG).

Für die Anfrage zur Netzeinspeisung reichen Sie bitte folgende Unterlagen ein:

  • Datenblatt für eine Eigenerzeugungsanlage
  • Lageplan mit Nordpfeil (Maßstab 1:500), aus dem die Grundstücksgrenzen, eventuelle Gebäude und der Aufstellungsort hervorgehen
  • Übersichtsschaltplan der gesamten elektrischen Anlage mit den Nenndaten der eingesetzten Betriebsmittel (eine einpolige Darstellung ist ausreichend)
  • Beschreibung der Schutzeinrichtungen mit genauen Angaben über Art, Fabrikat, Schaltung und Funktion und ggf. eine entsprechende Konformitätserklärung
  • Gegebenenfalls ENS-Zertifikat der Prüfstelle der Berufsgenossenschaft

Technische Voraussetzungen

Um in das Stromnetz einspeisen zu können, müssen die Ausführung des Netzanschlusses und die übrigen für die Sicherheit des Netzes notwendigen Einrichtungen den im Einzelfall notwendigen technischen Mindestanforderungen der EVKR und des Energiewirtschaftsgesetzes entsprechen.

Insbesondere sind einzuhalten:

Die VDE-Vorschriften und die VDN-Richtlinie "Eigenerzeugung am Niederspannungsnetz" (zu beziehen über den VDE Verband der Elektrotechnik Elektronik Informationstechnik e.V.)

Anmeldeunterlagen der Eigenerzeugungsanlagen

EEG-Umlage für Eigenversorgung

Ab 01.08.2014 müssen auch Letztverbraucher von Strom aus Erneuerbaren Energien die EEG-Umlage bezahlen. Allerdings gibt es auch Ausnahmen:

Keine EEG-Umlage ist zu zahlen bei:

  • Bestandsanlagen, die vor dem 1. August 2014 in Betrieb gesetzt wurden und schon da zur Eigenversorgung des Anlagenbetreibers dienten. Hinzu kommen noch Zusatzbefreiungen für Bestandsanlagen, die nach dem 1. August 2014 erneuert, ersetzt und dabei nicht mehr als um 30 % erweitert wurden.
  • Neuanlagen mit einer installierten Leistung von höchstens 10 kWp und einem Eigenverbrauch von höchstens 10 MWh pro Kalenderjahr,
  • Eigenversorgung aus Inselanlagen, wenn diese weder mittelbar noch unmittelbar mit dem öffentlichen Stromnetz verbunden sind,
  • Letztverbrauchern, die sich vollständig mit Strom aus Erneuerbaren Energien versorgen und nur noch den Überschussstrom - dann allerdings ohne Inanspruchnahme der finanziellen Förderung durch das EEG - einspeisen.

Wenn EEG-Umlage anfällt, ist sie aber nicht zu 100% zu bezahlen, sondern es fallen anteilige Prozentsätze an:

Ab 01.08.2014 sind für den Eigenverbrauch 30% der EEG-Umlage zu zahlen.
Ab 01.01.2016 steigt der Satz auf 35%, und ab 01.01.2017 sind 40% der dann geltenden Höhe der EEG-Umlage zu bezahlen.

Vorraussetzung für die Geltendmachung der verringerten Sätze ist aber, dass der Letztverbraucher die Anlage auch selbst betreibt, den Strom selbst verbraucht und seinen Eigenverbrauch auch exakt und fristgemäß an die EVKR meldet. Ansonsten müssen 100% der EEG-Umlage bezahlt werden.

Grafische Darstellung der Thematik

FAQ zur EEG-Umlage für Eigenversorgung

Bei Fragen sprechen Sie uns gerne an. Unser Mitarbeiter, Herr Holger Jörns, hilft ihnen gerne.
07742 935-228 oder E-Mail schreiben